
Es ist Samstagmorgen, als Familie Brenner in ihrem Kellerraum einen modrigen Geruch bemerkt. Ein Blick unter die alte Betonplatte offenbart das Problem: Die Abwasserleitung aus den späten Siebzigern ist an mehreren Stellen porös geworden, das Material bröckelt regelrecht auseinander. Was als kleine Reparatur gedacht war, entpuppt sich binnen weniger Tage als komplette Neuinstallation der Abwasserleitungen im gesamten Haus. Für die Brenners beginnt damit eine Reise durch einen Prozess, den viele Hausbesitzer erst dann verstehen, wenn sie selbst mittendrin stecken – und der weit mehr Struktur und Vorhersehbarkeit besitzt, als es der erste Schreckmoment vermuten lässt.
Der Ablauf einer Abwasserinstallation beginnt keineswegs mit dem ersten Spatenstich oder dem Aufreißen des Bodens, sondern mit einer gründlichen Bestandsaufnahme. Ein erfahrener Installateur verschafft sich zunächst einen Überblick über die vorhandene Leitungsführung, prüft Material und Zustand der Rohre und klärt, ob es sich um eine reine Sanierung bestehender Leitungen oder um eine komplette Neuverlegung handelt. Bei älteren Gebäuden kommen häufig Kamerabefahrungen zum Einsatz, mit denen sich das Innere der Rohre inspizieren lässt, ohne gleich alles freilegen zu müssen. Diese Untersuchung liefert die Grundlage für die Planung, denn erst wenn klar ist, wo genau Schäden vorliegen oder wie das neue System verlaufen soll, lässt sich ein realistischer Zeit- und Kostenrahmen erstellen. Gerade bei Neubauten wird diese Planungsphase mit dem Architekten und dem Rohbau abgestimmt, damit die Leitungswege optimal in die Statik und die späteren Nutzungsbereiche eingepasst werden können.
Auf die Planung folgt die eigentliche handwerkliche Umsetzung, die sich grob in mehrere Phasen gliedern lässt. Zunächst werden die notwendigen Öffnungen geschaffen, sei es durch das Aufstemmen von Böden und Wänden im Bestand oder durch das Verlegen von Leerrohren im Rohbau eines Neubaus. Anschließend erfolgt die eigentliche Verlegung der Abwasserrohre, wobei besonders auf das richtige Gefälle geachtet werden muss. Ohne ausreichendes Gefälle fließt das Abwasser nicht zuverlässig ab, es kommt zu Ablagerungen und im schlimmsten Fall zu Verstopfungen, die sich Jahre später bemerkbar machen. Aus diesem Grund investieren gute Installateure hier besonders viel Sorgfalt, auch wenn dieser Schritt von außen betrachtet unspektakulär wirkt.
Nach der Verlegung werden die Anschlüsse an die vorhandenen oder neuen Sanitärobjekte hergestellt, also an Waschbecken, Toiletten, Duschen und gegebenenfalls an Küchenabflüsse. Erst wenn alle Verbindungen sitzen, folgt die Druckprüfung, bei der das System auf Dichtheit getestet wird, bevor irgendetwas wieder verschlossen oder verputzt wird. Wie lange dieser gesamte Prozess dauert, hängt stark davon ab, ob es sich um einen Neubau oder eine Sanierung im Bestand handelt.
Bei einem Neubau lässt sich die Abwasserinstallation vergleichsweise zügig durchführen, weil die Leitungen offen verlegt werden können, bevor Wände verputzt oder Böden verlegt werden. Hier rechnen Fachbetriebe je nach Größe des Gebäudes mit etwa drei bis sieben Arbeitstagen für die reine Installation der Grundleitungen und Steigstränge. Anders sieht es bei einer Sanierung im bewohnten Bestand aus, wie es bei Familie Brenner der Fall war. Hier müssen zunächst Böden aufgestemmt, alte Leitungen entfernt und der Schutt abtransportiert werden, bevor überhaupt neue Rohre verlegt werden können. Je nach Umfang der betroffenen Fläche und der Anzahl der Anschlussstellen kann sich eine solche Sanierung über zwei bis vier Wochen erstrecken, wobei einzelne Räume durchaus schneller fertig werden können, während andere Bereiche des Hauses parallel oder nacheinander bearbeitet werden.
In diesem Zusammenhang lohnt sich auch ein Blick auf diesen Artikel zum Thema: Lüftungsanlage einbauen häufige Fehler.
Ein Faktor, der die Dauer erheblich beeinflusst, aber oft unterschätzt wird, ist die Trocknungs- und Aushärtezeit bestimmter Materialien sowie die Koordination mit anderen Gewerken. Wenn im Zuge der Abwasserinstallation auch Estrich neu verlegt werden muss, kommen schnell mehrere zusätzliche Tage hinzu, in denen keine weiteren Arbeiten in diesem Bereich stattfinden können, da der Estrich aushärten muss, bevor er belastet wird. Auch die Abstimmung mit Elektrikern oder Fliesenlegern spielt eine Rolle, insbesondere wenn im selben Zuge das Badezimmer komplett erneuert wird. Aus diesem Grund lohnt es sich, von Anfang an einen realistischen Zeitplan mit dem beauftragten Betrieb zu besprechen und nicht nur die reine Installationszeit, sondern auch die notwendigen Vor- und Nacharbeiten einzukalkulieren.
Wer hier zu optimistisch plant, riskiert Frustration, wenn sich einzelne Schritte verzögern, obwohl die Handwerker selbst zügig arbeiten. Neben der handwerklichen Ausführung gibt es einen bürokratischen Aspekt, der bei der Zeitplanung häufig übersehen wird: Je nach Umfang der Maßnahme und je nach kommunalen Vorschriften kann eine Anzeige oder sogar eine Genehmigung bei den zuständigen Wasserbehörden oder dem örtlichen Abwasserzweckverband notwendig sein, insbesondere wenn Änderungen am Hausanschluss an die öffentliche Kanalisation vorgenommen werden. Diese Abstimmung sollte frühzeitig erfolgen, da Genehmigungsverfahren mehrere Wochen in Anspruch nehmen können und somit den gesamten Zeitplan verschieben, wenn sie nicht rechtzeitig eingeleitet werden.
Passend dazu haben wir einen weiteren Beitrag zum Thema: Klimaanlage kaufen worauf achten.
Erfahrene Installationsbetriebe kennen die örtlichen Gepflogenheiten in der Regel gut und können frühzeitig einschätzen, ob und welche Formalitäten in einem konkreten Projekt zu erwarten sind. Für Hausbesitzer bedeutet dies, dass sie sich bereits in der Planungsphase nach diesen Anforderungen erkundigen sollten, statt erst kurz vor dem geplanten Baustart damit konfrontiert zu werden. Für Familie Brenner endete die Geschichte letztlich glimpflich. Nach einer gründlichen Bestandsaufnahme, einer sorgfältigen Planung und rund drei Wochen Bauzeit verfügt das Haus heute über ein komplett neues Abwassersystem, das nach modernen Standards verlegt wurde und für die kommenden Jahrzehnte Ruhe verspricht.
Der anfängliche Schreck über den bröckelnden Beton im Keller wich der Erkenntnis, dass ein strukturierter Ablauf und realistische Zeitvorstellungen den Unterschied zwischen einem stressigen Bauprojekt und einer gut organisierten Sanierung ausmachen. Wer selbst vor einer ähnlichen Situation steht, tut gut daran, sich frühzeitig mit einem qualifizierten Fachbetrieb zusammenzusetzen, die einzelnen Phasen der Installation zu verstehen und ausreichend Puffer für unvorhergesehene Verzögerungen einzuplanen. Denn am Ende zählt nicht nur, dass das Abwasser wieder zuverlässig abfließt, sondern auch, dass der Weg dorthin nachvollziehbar und gut geplant verläuft.
Betriebe für Regen- und Abwasser
Fachbetriebe aus dem Verzeichnis. Geben Sie Ihre Postleitzahl ein, um Betriebe in Ihrer Nähe zu sehen.
Zur Reihenfolge: Betriebe mit gebuchtem Premium- oder Business-Paket werden vorrangig angezeigt.
Eggert-Haustechnik GmbH
Industr.iestr. 4, 61440 Oberursel (Taunus)
Elektroinstallation in Oberursel (Taunus). Leistungen: Heizung, Badsanierung, Trink-, Regen- und Abwasser, Klimaanlagen.
ElektroinstallationKlaus Elsner
Sudweyher Straße 48, 28857 Syke-Barrien
Unsere Kompetenzen umfassen sämtliche Arbeiten der Sanitär-, Heizungs- und Gasinstallationen – sowohl im Neubau-, Umbau- und Sanierungsbereich.
Heizungsbau WärmepumpeSven Hülsmann GmbH
Sölder Bruch 10, 44289 Dortmund
Sven Hülsmann GmbH für Sanitär, Heizung und Klimatechnik rund um Dortmund
HeizungsbauHäufig gestellte Fragen
Wie lange dauert eine Abwasserinstallation?
Die Dauer einer Abwasserinstallation variiert je nach Projekt. Neubauten können in etwa drei bis sieben Tagen abgeschlossen werden, während Sanierungen mehrere Wochen in Anspruch nehmen können.
Was sind die ersten Schritte bei der Abwasserinstallation?
Der erste Schritt ist eine gründliche Bestandsaufnahme durch einen Installateur. Dabei werden der Zustand der Rohre und die Leitungsführung geprüft, um einen Plan zu erstellen.
Warum ist das Gefälle bei Abwasserrohren wichtig?
Ein korrektes Gefälle ist entscheidend, damit das Abwasser zuverlässig abfließt. Ohne ausreichendes Gefälle kann es zu Ablagerungen und Verstopfungen kommen.
Welche Genehmigungen sind für die Abwasserinstallation nötig?
Je nach Umfang der Arbeiten kann eine Genehmigung bei den Wasserbehörden erforderlich sein. Diese sollte frühzeitig eingeholt werden, um Verzögerungen zu vermeiden.
Wie kann ich einen qualifizierten Fachbetrieb finden?
Es empfiehlt sich, Empfehlungen von Freunden oder Nachbarn einzuholen oder online nach Bewertungen zu suchen, um einen erfahrenen Fachbetrieb für die Abwasserinstallation zu finden.



