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Heizungsanlage erneuern und Förderung beantragen: So gelingt es

Heizungsanlage erneuern und Förderung beantragen

Heizungsanlage erneuern Förderung beantragen: Der erste Schritt

An einem eisigen Januarmorgen im vergangenen Winter wachte Familie Brechner in ihrem Reihenhaus in Recklinghausen auf und merkte, dass etwas nicht stimmte. Die Heizkörper blieben kalt, das Wasser aus dem Hahn war lauwarm, und im Keller tropfte es aus dem alten Heizkessel, der seit über zwei Jahrzehnten treu seinen Dienst tat. Was folgte, war keine Katastrophe, sondern der Beginn einer Recherche, die viele Hausbesitzer in Deutschland derzeit durchlaufen: Wie ersetzt man eine veraltete Heizungsanlage, ohne sich finanziell zu übernehmen? Die Antwort liegt in einem Fördersystem, das komplex wirkt, bei genauerem Hinsehen aber überraschend viele Türen öffnet.

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Fördermöglichkeiten für die Heizungsanlage

Die Brechners standen vor einer Entscheidung, die längst nicht mehr nur eine Frage des Komforts ist. Alte Öl- und Gaskessel, die seit den Neunzigerjahren in Kellern schlummern, verbrauchen oft deutlich mehr Energie als moderne Systeme und verursachen entsprechend hohe Betriebskosten. Hinzu kommt der politische Druck: Mit dem Gebäudeenergiegesetz, im Volksmund Heizungsgesetz genannt, hat der Gesetzgeber klare Leitplanken gesetzt, wonach neu eingebaute Heizungen zu einem erheblichen Anteil auf erneuerbaren Energien basieren müssen. Wer ohnehin vor dem Austausch steht, tut gut daran, sich frühzeitig mit den Förderbedingungen zu beschäftigen, denn die Zuschüsse können die Investitionskosten spürbar senken und mitunter über den Ausschlag geben, welche Technologie am Ende im Keller landet.

Zentral zuständig für die finanzielle Unterstützung ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG, die über die KfW abgewickelt wird. Wer beispielsweise eine Wärmepumpe einbauen lässt, kann mit einer Grundförderung rechnen, die einen namhaften Anteil der förderfähigen Kosten abdeckt. Hinzu kommen Bonusprogramme: Wer sein bestehendes Öl-, Kohle- oder veraltetes Gasheizsystem besonders früh austauscht, erhält einen Geschwindigkeitsbonus, der in den kommenden Jahren schrittweise sinkt, aber aktuell noch großzügig ausfällt. Haushalte mit kleinerem Einkommen profitieren zusätzlich von einem einkommensabhängigen Bonus, der die Fördersumme weiter erhöht. In der Summe können sich die einzelnen Boni addieren, wobei eine Obergrenze den Gesamtzuschuss deckelt. Für die Brechners bedeutete das konkret, dass sie für ihre neue Luft-Wasser-Wärmepumpe fast die Hälfte der Anschaffungskosten über Fördermittel finanzieren konnten, ein Betrag, der die Investition erst wirklich attraktiv machte.

Der Weg zur Förderung beginnt jedoch nicht mit dem Anruf beim Heizungsbauer, sondern mit einem Antrag, der vor Vertragsabschluss gestellt werden muss. Das ist einer der Punkte, an dem viele Hausbesitzer stolpern, weil sie zunächst ein Angebot einholen, den Auftrag unterschreiben und erst danach an die Förderung denken. Wer diese Reihenfolge vertauscht, riskiert, komplett leer auszugehen, denn die KfW verlangt grundsätzlich, dass der Antrag vor Beginn der Maßnahme eingereicht wird. Ein Angebot eines Fachbetriebs einzuholen ist dabei unproblematisch und sogar notwendig, um die Kosten realistisch zu beziffern, doch die verbindliche Beauftragung sollte erst nach der Antragstellung erfolgen. Seit der Reform des Verfahrens läuft die Antragstellung digital über das Kundenportal der KfW, wofür ein sogenanntes BzA-Verfahren, die Bestätigung zum Antrag, notwendig ist. Diese Bestätigung stellt in der Regel ein Energieeffizienz-Experte oder der ausführende Fachbetrieb aus, der die technischen Details der geplanten Anlage bewertet und bestätigt, dass die Anforderungen an die Förderfähigkeit erfüllt sind.

In diesem Zusammenhang lohnt sich auch ein Blick auf diesen Artikel zum Thema: Rohrbruch im Haus was tun.

Für die Brechners war genau dieser Schritt der Moment, in dem sich zeigte, wie wichtig ein erfahrener Ansprechpartner ist. Ihr Heizungsbauer, der schon seit Jahren mit Fördermitteln arbeitet, kannte die aktuellen Richtlinien und wusste, welche Unterlagen die KfW verlangt, von der Rechnung über den Zahlungsnachweis bis hin zur technischen Dokumentation der neuen Anlage. Ohne diese Erfahrung hätten die Brechners vermutlich wertvolle Zeit verloren oder schlimmstenfalls Fehler gemacht, die den gesamten Zuschuss gefährdet hätten. Bemerkenswert ist zudem, dass die Förderung nicht nur für Wärmepumpen gilt. Auch Biomasseheizungen, Hybridsysteme aus erneuerbaren und fossilen Komponenten sowie der Anschluss an ein Wärmenetz können bezuschusst werden, wenn auch mit unterschiedlichen Fördersätzen. Wer sich für eine Holzpelletheizung interessiert, sollte zudem berücksichtigen, dass hier zusätzliche Anforderungen an die Feinstaubemissionen gestellt werden, die in der Praxis meist durch einen elektrostatischen Feinstaubabscheider erfüllt werden.

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Neben der Bundesförderung lohnt sich für viele Hausbesitzer auch ein Blick auf ergänzende Programme auf Landes- oder Kommunalebene, die mancherorts zusätzliche Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen bereitstellen. Diese regionalen Angebote sind zwar nicht flächendeckend verfügbar, können aber in Einzelfällen den entscheidenden finanziellen Unterschied ausmachen, besonders wenn ohnehin umfassendere Sanierungsmaßnahmen wie eine neue Dämmung oder der Fenstertausch anstehen. Wer plant, mehrere Maßnahmen zu kombinieren, sollte sich außerdem informieren, ob eine sogenannte Sanierungsfahrplan-Erstellung durch einen Energieberater sinnvoll ist, da dieser individuelle Fahrplan selbst wieder förderfähig ist und gleichzeitig hilft, die Reihenfolge der Sanierungsschritte sinnvoll zu planen. Am Ende zahlt sich Geduld aus: Wer sich die Zeit nimmt, die Förderlandschaft zu verstehen, bevor der erste Vertrag unterschrieben wird, vermeidet nicht nur böse Überraschungen, sondern sichert sich häufig eine spürbar höhere Förderquote.

Für die Familie Brechner endete die Geschichte gut. Ihre neue Wärmepumpe läuft inzwischen seit einigen Monaten zuverlässig, die Heizkostenabrechnung fiel deutlich niedriger aus als in den Vorjahren, und der Förderbescheid der KfW traf pünktlich ein, sodass ein erheblicher Teil der Investitionssumme erstattet wurde. Ihr Rat an Nachbarn und Bekannte, die vor einer ähnlichen Entscheidung stehen, ist unspannend, aber wirkungsvoll: sich frühzeitig informieren, einen erfahrenen Fachbetrieb einbinden, den Antrag vor der Beauftragung stellen und alle Unterlagen sorgfältig sammeln. Was zunächst wie bürokratischer Aufwand wirkt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als überschaubarer Prozess, der mit etwas Vorbereitung reibungslos verläuft und am Ende bares Geld spart, während gleichzeitig ein Beitrag zu einem klimafreundlicheren Zuhause geleistet wird.

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Passend dazu haben wir einen weiteren Beitrag zum Thema: Wärmepumpe im Altbau nachrüsten.

Für weitere Informationen zu Förderprogrammen besuchen Sie bitte diesen Link.

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Häufig gestellte Fragen

Wie beantrage ich die Förderung für meine Heizungsanlage?

Um die Förderung zu beantragen, müssen Sie einen Antrag vor Vertragsabschluss bei der KfW einreichen. Ein Energieeffizienz-Experte kann Ihnen dabei helfen.

Welche Heizungsanlagen sind förderfähig?

Förderfähig sind unter anderem Wärmepumpen, Biomasseheizungen und Hybridsysteme. Die genauen Fördersätze variieren je nach Technologie.

Gibt es zusätzliche Boni für den Austausch alter Heizungen?

Ja, es gibt Geschwindigkeitsboni für den frühen Austausch alter Heizsysteme sowie einkommensabhängige Boni für Haushalte mit geringerem Einkommen.

Wie wichtig ist ein Fachbetrieb bei der Antragstellung?

Ein erfahrener Fachbetrieb kennt die Anforderungen der KfW und kann sicherstellen, dass alle notwendigen Unterlagen korrekt eingereicht werden.

Welche regionalen Förderprogramme gibt es?

Neben der Bundesförderung gibt es auch regionale Programme, die zusätzliche Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen anbieten. Diese sind jedoch nicht überall verfügbar.

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